Drums im Mix 2

Make some Noise! Nutze Rosa Rauschen für fette Drums.

Pink Noise oder auch Rosa Rauschen wird vom menschlichen Gehör als ungefähr gleich laut über das gesamte Frequenzspektrum wahrgenommen. Dadurch eignet es sich sehr gut, um den Klang des Snare-Teppichs hörbar zu betonen.

Snaredrum

 

Der Grundtonbereich der Snaredrum befindet sich zwischen 100 und 250 Hz. Durch eine Anhebung erreichen wir mehr Fülle. Dagegen dämpfen wir die unteren Mitten um die 500 Hz ein wenig. Den Schnarrsaitenbereich finden Sie bei 5kHz und mehr präsente Höhen fügen Sie bei 8 kHz hinzu. In diesem Frequenzbereich beeinflussen Sie auch die Klangfarbe des Schlagfells.

Hier die EQ-Empfehlungen für die Snaredrum im Einzelnen:

Subbassbereich unter 85 Hz: LoCut
Grundtonbereich 150 Hz: +5dB
Mittendämpfung 500 Hz: 4dB
Schnarrsaite 5 kHz: Rosa Rauschen triggern
Präsente Höhen 8kHz: +4dB

 

Tipp: Um der Snare noch mehr Attack zu geben, können Sie das Signal bei 1,5 kHz noch schmalbandig anheben. Achten Sie dabei jedoch darauf, dass gerade in dem Frequenzbereich der oberen Mitten zwischen 1 kHz und 2kHz noch etliche andere Instrumente in den Mix drängen.

Und so triggern Sie Rosa Rauschen für die Simulation eines Snare-Teppichs:

1.Schritt: Rufen Sie über das Menü „Effekte“ den Wellenformgenerator auf und stellen Sie als Wellenform „Rosa Rauschen“ ein.

2. Schritt: Im folgenden Dialog legen Sie fest, in welchem Ordner Sie die zu erzeugende Audiodatei ablegen wollen.

Das Rosa Rauschen erscheint nun als Objekt in Ihrem Projekt.

3. Schritt: Erzeugen Sie eine neue Spur, nennen Sie sie „Rosa Rauschen“ und ziehen Sie das generierte Wellenformobjekt hinein.

Nun hören Sie auf der Spur ein durchgehendes Rosa Rauschen. Dieses soll aber nur zusammen mit dem Snare-Signal erklingen, um diesem den Höreindruck eines Snare-Teppichs zu geben. Dazu triggern wir das Rosa Rauschen wiederum mit Hilfe eines sidechain-fähigen Gate-Effekts.

4.Schritt: Laden Sie die „Advanced Dynamics“ in den Plug-in-Slot Ihrer Sinustonspur.

5. Schritt: Aktivieren Sie Im Effektdialog den Sidechain-Eingang sowie „Spur 04: Snare“.

Diese Einstellung bewirkt, dass das Rosa Rauschen nun durch die Snare als Steuerungssignal getriggert wird.

6. Schritt: In den „Advanced Dynamics“ wählen Sie zunächst das Preset „Gate“ aus und stellen den Modus auf „Gate & Limiter“ sowie den Parameter „Reaktion“ auf „Peak“. Das Level des Gates ist mit -22dB so eingestellt, dass das Signal nur dann durchgelassen wird, wenn der Snare-Schlag mit entsprechender Lautstärke erfolgt. Für unser Beispiel ergibt eine Attack-Zeit von 3,5 ms und eine Release-Zeit von 45,7 ms die besten Ergebnisse. Die Parametereinstellung „Soft: 18“ sorgt für einen sanften Übergang des Klangs von gegated nach nicht gegated.

7. Schritt: Mit dem Kanalfader des Rosa Rauschens bestimmen Sie schließlich, wieviel „Teppich“ Sie ihrem Snare-Signal beifügen wollen.

8. Schritt: Passen Sie das Rauschsignal mit dem EQ so an, dass es einem Snare-Teppich optimal nachempfunden klingt. In unserem Beispiel boosten wir nochmals die Frequenzen um 5,5 kHz sowie um 2 kHz.

 

Nächstes Mal schauen wir uns die EQ-Möglichkeiten von Toms, HiHat, Overheads und Raumaufnahmen genauer an.

Bis dahin wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Erzeugen des optimalen Snaresounds durch den EQ im Mix.

Ihr Samplitude-Team