Samplitude Workshop: Kreative Strukturen

Intuitive Workflows: Wie durch kleine strukturelle Anpassungen in der Projektvorbereitung mehr Zeit für die kreative Arbeit bleibt.

Bevor wir überhaupt mit der Arbeit in unserem Samplitude-Projekt beginnen, ist es essentiell, eine übersichtliche Ordnerstruktur innerhalb der Audio-Partition unseres Systems anzulegen, damit wir uns jedes Mal, wenn wir ein Projekt öffnen und bearbeiten wollen, schnell zurechtfinden. Die folgenden Erläuterungen sind dabei nur eine Möglichkeit zur logischen Strukturierung von Projekten innerhalb des Ordnersystems. Nehmen Sie sich ruhig einmal die Zeit und schaffen sich für Ihre jeweilige Arbeitsweise und -umgebung eine auf Sie zugeschnittene, individuelle Konvention zur Strukturierung Ihrer Projekte. Die folgenden Ausführungen sollen Ihnen dafür einige Anregungen geben...

I. Ordnerstruktur anlegen

1. Schritt: Kreieren Sie auf der obersten Strukturebene einen Ordner mit dem Namen des jeweiligen Klienten bzw. Künstlerprojekts. So schaffen Sie ein gemeinsames Dach für diesen Klienten/Künstler, worunter von nun an alle Projekte, die diesen Namen betreffen, eingeordnet werden.

Darunter legen wir eine Strukturebene für das aktuelle Projekt an. Das kann ein Album sein, eine Filmvertonung, ein Hörbuch o.Ä.

Die darunterliegende Strukturebene unterteilt das Projekt weiter in einzelne Songs, Szenen, Kapitel usw.

Als unterste Strukturebene schließlich bestimmen wir einen Ordner, in dem diverse Mixversionen bzw. Schnittvarianten abgelegt werden.

So könnte eine strukturierte Ordnerhierarchie für unser zu erstellendes VIP-Projekt in Samplitude aussehen: Name des Projekts bzw. des Klienten > Albumname > Songname > Mixversion.

Unser konkretes Beispiel anhand der oben aufgeführten Benennungsgrundlagen lautet also: „Stuutschies_and_Mueller“ > „Going_Over“ > „Traps“ > „Unplugged_VoxUpVersion“.

2. Schritt: Über den Menüpunkt „Datei“ > „Neues virtuelles Projekt“ kreieren wir ein neues Samplitude-Projekt mit dem Namen „20150517_Unplugged_VoxUpVersion1“ und sortieren es über „Dateipfad“ in unsere neu erstellte Ordnerstruktur ein.

Entfernen Sie dabei das Häkchen bei „Neuen Projektunterordner anlegen“, da wir die gesamte Ordnerstruktur ja bereits angelegt haben.

3. Schritt: Speichern Sie das Projekt gleich über den Menüpunkt „Datei“ > „Speichern“ in den Ordner „Unplugged_VoxUpVersion“.

Beim Datum ist es empfehlenswert, die Angabe nach der Konvention „ JahrMonatTag“ durchzuführen. So stellen Sie sicher, dass bei alphabetischer Sortierung auch wirklich das zuerst bzw. zuletzt bearbeitete Projekt ganz oben in der Auflistung steht.

Bleiben Sie bei der Benennung Ihrer Ordner einer einmal festgelegten, logischen Ordnung treu, damit Sie zuverlässig und zielgerichtet Projekte ansteuern und wiederfinden können.

In unseren Titelordner legen wir nun zusätzlich noch den Ordner „Trackbouncing“ an, in dem alle ausproduzierten, exportierten Zwischenstände des Mix-Prozesses als Wave- oder MP3-Dateien landen.

II. Projektvorlagen (Templates) benutzen

Um Ihr Projekt in für Sie übersichtlicher Form zu starten, rufen Sie beim Erstellen des neuen Projekts eine gewohnte, passende Projektvorlage auf. Durch die Auswahl eines Templates laden Sie die vordefinierte Darstellung von Spuren, Bussen, AUX-Wegen etc., die für Ihre Anwendung am geeignetsten erscheint.

Natürlich können Sie auch eine von Ihnen selbst entwickelte, individuelle Arbeitsumgebung, die besonders gut auf Ihren Workflow zugeschnitten ist, als Projektvorlage abspeichern.

1. Schritt: Entwerfen Sie Ihr Projekt, indem Sie nach Bedarf Spuren, Submix-Busse, AUX-Busse etc. einfügen. So entsteht nach und nach eine in der Praxis erprobte, funktionierende Projektstruktur.

2. Schritt: Speichern Sie Ihr entstandenes Projekt als Projektvorlage mit dem Befehl „Datei“ > „Projekt als Vorlage speichern“ im Programmordner „Templates“ ab.

Dabei wird das Projekt auf dem aktuellen Stand – jedoch ohne Spurobjekte – als Template abgespeichert und kann von nun an jederzeit über den Dialog „Datei“ > „Neues virtuelles Projekt“

wieder aufgerufen werden.

III. Mixer-Setups als Vorlagen benutzen

Wenn Sie lieber Mixer-Setups als Vorlagen benutzen wollen, wählen Sie im Dialog „Datei“ > „Neues virtuelles Projekt“ eine passende Vorlage aus.

Hinweis: Achten Sie dabei darauf, dass Sie keine Projektvorlage ausgewählt haben, sonst bleibt das Mixer-Setup-Auswahlfeld deaktiviert.

Auch hier können Sie natürlich maßgeschneiderte Mixerumgebungen für Ihre jeweiligen Anwendungen selbst erstellen.

1. Schritt: Bauen Sie sich sukzessive Ihr optimales Mixer-Setup mit Instrumentenkanälen, AUX-Bussen, Submix-Bussen etc., so wie Sie es für das aktuelle Projekt brauchen.

2. Schritt: Öffnen Sie den Dialog „Mixer Setup“ mittels Klick auf die „Setup“-Schaltfläche im Mixer.

3. Schritt: Auch in diesem Dialog können Sie noch weitere Festlegungen bezüglich der Mixergestaltung treffen.

4. Schritt: Speichern Sie Ihr eigens entworfenes Mixer-Setup mit dem Befehl „Speichern“ im Programmordner „fx-preset“ ab.

5. Schritt: Das neu erstellte Mixer-Setup kann von nun an jederzeit über den Dialog „Datei“ > „Neues virtuelles Projekt“ wieder aufgerufen werden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Schaffung einer logischen und übersichtlichen Ordnerstruktur.

Ihr Samplitude-Team