Cyril Picard: Simpel. Minimalistisch. Schnörkellos.

Ein Kurzinterview mit dem französischen Techno-Produzenten Cyril Picard über seine musikalischen Wurzeln und das Produzieren mit dem Music Maker.

Internationale Veröffentlichungen bei diversen Independent Labels wie Flat Belly, Hungry Koala Records oder Subwoofer Recordings und einige Tracks auf den vorderen Plätzen in den Minimal- und Techno-Charts bei Beatport: Der Südfranzose Cyril Picard wirft mit seinem minimalistischem Sound immer größere Wellen.

Cyril, wo siehst du deine musikalischen Wurzeln?

Meine ersten Gehversuche mit Musik machte ich im Alter von 16 Jahren, als ich anfing Gitarre zu lernen. Mit 18 Jahren habe ich dann meine Leidenschaft für Techno-Musik entdeckt. Ich habe noch auf alten Vinyl-Platten gelernt zu Mixen und auf kostenlosen Raves habe ich meine ersten Sets gespielt. Erst Ende 2012 habe ich angefangen selber Techno zu produzieren mit der Software MAGIX Music Maker MX. Die Software habe ich durch einen Freund kennengelernt, der im audiovisuellen Bereich bei TV SUD Nîmes arbeitete, einem lokalen Fernsehsender.

Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Ich würde meine Musik als simpel, minimalistisch und schnörkellos bezeichnen. Das Ganze basiert auf dem Groove des Basses, der Percussion und einer mehr oder weniger düsteren Atmosphäre.

https://soundcloud.com/greenwolve/greenwolve-cyril-picard-lets-party-original-mix

Inwiefern hat dir der Music Maker bei dem Produzieren deiner Tracks geholfen?

Der Music Maker hat mich durch seine Einfachheit und sein schnörkelloses Interface angezogen. Mit der Software gelange ich an die Grundessenz der Musik.

Anfangs habe ich die Software wie ein Spiel benutzt, indem ich die verschiedenen mitgelieferten Loops durch „Music Maker MX“ zusammengefügt habe. Musik zu produzieren begeistert mich. Von diesem Tag an habe ich angefangen Musik in dem Stil zu schaffen, der mir am meisten gefiel – Techno. Ich habe mich anschließend mit den verschiedenen Möglichkeiten, die mir das Programm gab, beschäftigt und herumgetüftelt. Später habe ich dann verschiedene Klänge in meine Tracks eingebaut, die von VSTs (z.B. Revolta2, Beatbox, Synplant, Sylenth2…) stammen. Hinzu mischte ich auch Sounds von Samples, die ich mit meinem iPad mit Hilfe des USB Audio Interfaces und MAGIX Music Editor erstellt habe. Außerdem verwende ich Effekt-Module, wie z.B. Ecox und Variverb.

Wenn sich jemand mit Techno probieren möchte, welche Tipps kannst du geben?

Ich würde zunächst empfehlen, Struktur in die eigenen Tracks zu bekommen. Anschließend kann man sich mit Übergängen und neuen Elemente versuchen (z.B. Percussions, Pads, Drones, FX etc). Die Spuren sollten nicht überladen sein, um einen gewissen Fluss beizubehalten. Außerdem nicht zu viele Kompressoren benutzen. Und es hilft, kurze Breaks einzubauen, die nicht all zu kurz sind, mit wiedererkennbaren Elementen vor und nach dem Break. Vor allem sind Geduld und Regelmäßigkeit wichtig. Wenn man regelmäßig an seinen Projekten arbeitet, macht man auch schneller Fortschritte.

Cyril bei SoundCloud:
https://soundcloud.com/cyril-picard1/cyril-picard-minimal-zombiesoriginal-mix-preview

Hier geht es zu seinem Profil bei Beatport:
http://classic.beatport.com/artist/cyril-picard/233656